Wer bin ich?

Mai 2007.
Und kein Stein blieb auf dem anderen.
Seither.
Ich ging am Abgrund.
Und manchmal meine ich.
Ich tue es noch immer…
Aber eines weiß ich sicher.
Ich bin nicht mehr dieselbe.
Wie vor zwei Jahren.
Nicht mehr.
Gebeutelt.
Verweht.
Verwandelt.
Die.
Die ich einmal war.
Werde ich nie mehr sein.
Das ist vorbei.
Und ich bin froh darüber.
Froh.
Wenn ich nur wüsste.
Wer ich jetzt bin.
Halbreif.
Unfertig.
Nicht Fisch, nicht Fleisch.
Alles.
Nur nicht mehr jung.
Ich gehe weiter.
Unsicher.
Und manchmal mit Angst…

Ich habe mich verloren.
Und ich bin.
Auf der Suche nach mir selbst.
Aber wie ich bin?
Was ich bin?
Das weiß ich nicht.
Sieben Schalen abgeworfen.
Und sieben muss ich noch.
Was dann bleibt.
Ist mein wahres ich.
Geklärt.
Vielleicht.
Geläutert.
Zumindest.
Weiser.
Ein wenig…
Wo führt das Morgen hin?
Nichts ist wie es war.
Wer ist Freund?
Wer ist Feind?
Und wer bin ich?
Sonne und Regen.
Nichts hat Bestand.
Beides kommt und geht.
Immer unerwartet.
Manch Regenbogen grüßt.
Aber auch so viele dunkle Wolken…
Noch nie zuvor.
Schien alles so unklar.
Was aus mir wird.
Was mit mir wird.
Und das Neue.
Ich fürchte mich manchmal davor.

Unbeschwert.
Bin ich schon lange nicht mehr.
Nur der Tod.
Er ist mir näher denn je.
Und was ich wirklich will.
Darüber rätsle ich.
Oft.
So manche Nacht.
Sie holt mich aus dem Schlaf.
Ich traue niemandem.
Auch nicht mir selbst.
Und ich suche das Licht.
Obwohl ich nicht weiß.
Was in seinem Schatten liegt…
Verborgen.
Wer bin ich?
Niemand kann es mir sagen.
Am wenigsten ich selbst.
Nur dem Licht zu folgen.
Erscheint mir wenig.
Aber ich habe keine Wahl…

Vivienne

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