Was ist Glück?
Ein kleines Glasherz baumelt an meinem Fenster.
Geschliffen.
Funkelt in der Sonne.
Wirft regenbogenfarbene Flecken an die Wände.
Bunt wie das Leben…
Leben.
Und was ist Glück?
Wann weiß ich, dass Glück Glück ist?
Wer weiß das schon?
Kaum jemand.
Erst wenn das Glück gegangen ist…
Dann weiß man, was es war.
Und wie kostbar…
Das Pendel meines Lebens.
Es schlägt gerade heftig aus.
Wo wird es zur Ruhe kommen?
Ich rechne mit allem.
Ich klammere mich an nichts.
An nichts mehr.
Und an niemanden…
Wer heute ein Freund ist…
Kann morgen zum Klotz am Bein werden.
Oder zum eigennützigen Verräter.
Glück…
Kann man dem Glück nachhelfen?
Ich blicke einem Flieger nach.
Auf dem Weg zum Flughafen…
Ferne Welten…
Neues Glück…?
Kann man dem Glück nachhelfen?
Nein.
Das kann man nicht.
Am ehesten noch dem eigenen.
Bereit sein ist alles.
Shakespeare bringt es auf den Punkt.
Wenn es passt, dann muss man nichts dazu tun.
Oder nicht viel.
Dann läuft es.
Wie eine gut geölte Maschine.
Man findet die richtigen Worte.
Man trifft die richtigen Menschen.
Oder eben den einen…
Barry White röhrt aus den Lautsprecherboxen.
Mehr Erotik im knisternden Vibrieren seiner Stimme.
Als manch anderer in seinem Charme…
Vermeintlich unwiderstehlich.
Selbst ernannte Sexsymbole…
Greifen nach der Jugend.
Weil sie mit dem Alter nicht zurechtkommen.
Und mit dem Gedanken an den eigenen Tod.
Der manchem schon im Nacken sitzt…
Dem Glück nachhelfen…
In der Liebe?
Ich glaube nicht daran.
Entweder es funktioniert.
Oder es klappt nicht.
Nachhelfen…
Das bringt nichts.
Gar nichts.
Prickelnde Gefühle.
Die Chemie zwischen zwei Menschen.
Das lässt sich vielleicht hoch puschen.
Mit einigem Geschick.
Aber wenn das Strohfeuer erloschen ist, bleibt nichts.
Liebe ist ein Brückenschlag.
Mit eigenen Gesetzen.
Was man am einen kritisiert.
Braucht beim Richtigen keine Rolle mehr zu spielen.
Man nimmt es einfach hin.
Eben Liebe.
Gefühl.
In das man sich nicht hineinreden lassen muss.
Man würde sich nur selbst belügen.
Und müsste dann die Scherben selbst aufsammeln.
Die andere zerbrochen haben.
Auf die Kosten von einem selber…
Let the Music play.
Musik ist wie Liebe.
Zwei, die harmonieren, werden sich aufeinander einstimmen.
Und wunderschöne Lieder spielen.
Gemeinsam.
Manchmal muss man sich zusammenraufen.
Bis die Einsätze stimmen.
Und die Melodien zusammenpassen.
Liebe darf wachsen.
Liebe darf lernen.
Aber Liebe soll nicht zusammenpressen.
Mit Gewalt.
Auf geht’s!
Spielt’s auf!
Das wird schon…
Das funktioniert sicher nicht.
Man muss sich schon selber finden.
Kein Selbstbetrug!
Ich mag dich jetzt.
Einfach so.
Ich rede es mir ein…
Blödsinn.
Das funktioniert nie.
Tipps und „Nachhilfe“ anderer.
Gut gemeint.
Aber nur teilweise zu gebrauchen.
Weil man selber die Suppe auslöffeln muss.
Die einem andere eingebrockt haben.
Und die kann ziemlich ekelhaft gewürzt sein!
Geschmäcker sind eben verschieden…
Wer will das schon?
Ich nicht!
Ich baue auf mein Glück.
Zu seiner Zeit…
Und nicht früher.
Denn es ist mein Glück!
Vivienne
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