Veränderung
Nebel liegt über der Stadt.
Irgendwie fremd sieht alles aus.
Fremd und unwirklich.
Ein paar Lichter im Grau.
Straßenlaternen…
Ich liebe den Ausblick aus dem Fenster.
Ich liebe es das Treiben auf den Straßen zu beobachten…
Aber heute wirkt manches trostlos auf mich.
Der Scheinwerfer eines Autos wirft ein bewegtes Bild an die Decke.
Ich bin müde.
Und bleibe trotzdem am Fenster stehen.
Gestern Abend noch lachte ich mit ein paar Leuten.
In einem Lokal.
Grelle Lichter.
Laute Musik.
Heute bin ich eingehüllt in Kerzenlicht…
Und lausche leisen Melodien aus dem Radio.
Meine Gedanken schweifen.
Ich habe mich verändert.
Ein neues Domizil.
Sorgen.
Enttäuschung.
Und die Erkenntnis.
Nichts bleibt wie es ist.
Gar nichts.
Das große Glück kommt vielleicht nie.
Also halte dich an die kleinen Freuden…
Ich habe manches falsch gemacht.
Aber das zeigten erst die Wochen danach.
Verletzter Stolz.
Und ich erkannte.
Manches könnte schlimmer sein.
Durchaus.
Und ich habe mich weiter gekämpft.
Menschen kommen und gehen.
An wen darf man sich halten?
Auch das weiß man nie sicher.
Manchmal hält man sich an einem Felsen fest.
Und plötzlich ist er Treibsand.
Der Boden gibt nach…
Es tut immer wieder weh.
Manchmal möchte ich mir die Haare raufen.
Weil ich es nicht begreife.
Bisweilen muss man blind wie ein Maulwurf sein.
Ein anderes Mal trügt das Gefühl nicht.
Und ganz selten wird der zum Freund.
Den man einmal fürchtete…
Ein Blick zum Computer.
Eine Mail von einem lieben Freund.
Worte, die sanft streicheln.
Die aufmuntern.
Ein wunderschönes Gedicht.
Für mich geschrieben…
Dann kehre ich zum Fenster zurück.
Ein Auto fährt vorbei.
Ich blicke ihm nach.
Bis es sich weit vorne meinem Blick entzieht.
Nein.
Ich möchte nicht weg.
Nicht mehr…
Ich muss die Klippen hier umschiffen.
Sie würden mir ohnedies überall hin folgen.
Ich entkäme ihnen nicht…
Vivienne/Feuerlilie
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