Sex

Das Leben.
Ohne Tabus.
Der Mensch.
Ewig auf der Suche.
Nach dem Sinn des Lebens.
Nach den Wahrheiten.
Glaubt.
Er findet Erfüllung.
In Promiskuität.
In ständigem Wechsel.
In ständig neuem Genuss.
Sexuellem Genuss.
Der Sinn des Lebens.
Schwer zu ergründen.
Der Weg ist das Ziel.
Die Suche bereichert uns schon.
Ohne immer zur völligen Erfüllung zu kommen.
Viele Menschen.
Sie erkennen das nicht.
Sexsucht.
Eine Krankheit der Seele.
Wie Magersucht.
Oder Fettleibigkeit.
Triebhaftigkeit zur Potenz.
Und fast jeder lebt mit.
Saugt diese bizarre Wahrheit auf.
Ohne zu begreifen.
Eine Einbahnstraße.
Irgendwann steht man an.
Sex.
Irgendwann.
Hat man fast jeden gehabt.
Irgendwann.
Ist Sex immer gleich.
Erschöpft sich auf das Wesentliche.
Irgendwann.
Wird er öde.
Wie zu viel fettes Essen…

Apropos Essen.
Würde man das Leben betrachten.
Als ein feudales Mahl.
Mit allem Drum und Dran.
Dann wäre Sex nie das Hauptgericht.
Sex ist eine Beilage.
Oder ein guter Wein.
Der das Mahl verfeinert.
Ihm Würze gibt.
Aber das Leben.
Es dreht sich um andere Dinge.
Ganz wichtige Dinge.
Liebe.
Abseits von jeder Geschlechtlichkeit.
Freundschaft.
Ohne wenn und aber.
Erkenntnisse.
Reifen und Wachsen.
Aber Sex ist nur das Beiwerk.
Wer zuviel davon nimmt.
Versäumt das Beste.
Das wirklich Gute.

Genuss ist wichtig.
Wer sich immer kasteit.
Vergeudet sein Leben.
Ich halte nichts von Sexlosigkeit.
Mönche und Nonnen.
Priester.
Ihr Zölibat enthält wenig Sinn.
Zumindest für mich.
Da Verzicht allein nicht glücklich macht.
Wer immer verzichtet.
Wird krank.
Und tut sich nichts Gutes.
Ganz bestimmt nicht.
Sex ist wichtig.
Wie der Sonnenaufgang.
Jeden Tag.
Doch wenn die Sonne zu stark wird.
Und die Pflanzen versengt.
Vertrocknet.
Wendet sich das Gute in ihr zum Schlechten.
Warum sagst du das?
Fragt sich mancher.
Du schreibst doch selber über Sex.
Mehr als nur offen.
Predigst du nicht Wasser?
Und trinkst selber Wein?

Ich schreibe von Sex.
Von erfülltem Sex.
Aber auch von monogamer Liebe.
Ich predige keine Promiskuität.
Keinen steten Partnerwechsel.
Und wer glaubt.
Ich wäre die große Kurtisane.
Allzeit bereit.
Um nicht zu sagen „dauerfeucht“…
Den muss ich enttäuschen.
Ich lasse nicht jeden an mich heran.
Bestimmt nicht.
Und ich glaube an die Liebe.
Mehr als an alles andere.
Liebe.
Die sich dann eröffnet.
Wenn man bereit ist.
Und nicht wenn die Triebe rufen…

Sex.
Ein wunderbares Geschenk.
Aber nicht der Hauptzweck des Lebens.
Auf keinen Fall.
Schließlich isst keiner nur Knödel.
Und lässt den Schweinsbraten links liegen…

Vivienne/Feuerlilie

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