Ich habe dich einmal geliebt

Schwärmerisch.
War ich dir ergeben.
Dir.
Und deinen ewig lachenden Augen.
Ich fühlte mich wie ein junges Mädchen.
Neben dir.
Und ich träumte von dir.
Mit offenen Augen.
Ich malte mir aus.
In meiner Fantasie.
Was ich tun wollte.
Mit dir.
Am liebsten gleich.
Ich liebte dich nicht nur.
Ich begehrte dich auch.
Und was ich von dir träumte.
Das ließ mich oft erröten.
Vor Erregung.
Vor Begierde.
Vor Lust…

Irgendwie.
Wolltest du das aber nie.
Von mir.
Das ich von dir wollte.
Ich denke.
Du hast gelacht über mich.
Heimlich.
Über mich.
Und meine Gefühle.
Tief und ehrlich.
Einzigartig.
Wie du für mich warst.
Ich wollte dich.
So sehr.
Aber du.
Du hast dich für eine andere entschieden…
Ich wusste es nicht.
Lange nicht.
Als ich es erfuhr.
Zerbrach mein Kartenhaus der Illusion.
Zerschmettert.
Wie ein Krug.
Der aus dem Fenster fällt.
Im zehnten Stock.
Ich war der Krug.
Und ich schlug hart auf…

Ich stand wieder auf.
Eines Tages.
Und ich begann mich zu lösen.
Von dir.
Nach Tränen.
Durchweinten Nächten.
Tod sein.
Es kann fast nicht schlimmer sein.
Als diese Verzweiflung.
Ich hasste dich.
Und ich hasste mich.
Noch mehr…
Aber eines Tages.
Da stand ich neben dir.
Und da merkte ich.
Dass ich nichts mehr fühlte.
Für dich.
Nicht.
Als du mich berührt hast.
Nicht.
Als du mich angelacht hast.
Du warst derselbe.
Derselbe wie immer.
Ich war es nicht.
Und ich werde nie wieder.
Dieselbe sein…

2000

Vivienne/Feuerlilie

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