Gedanken wie Messer
Schmerzen.
Toben in meinem Bauch.
Fressen sich in meine Eingeweide.
Betäuben meinen Kopf.
Ich kann kaum denken.
Der Hass flackert unvermittelt auf.
Breitet sich aus.
Fließt durch meine Adern.
Verteilt sich in meinem Körper.
Ich hasse ihn.
Bei Gott.
Ich hasse ihn.
Für alles was er mir angetan hat.
Für seine Selbstherrlichkeit.
Für seine Verachtung.
Für seine Ignoranz…
Jedes Wort schmerzt.
Jede Silbe.
Aber ich kann nicht anders.
Ich denke es immer wieder.
Immer öfter.
Der Schmerz im Bauch spielt die Melodie dazu…
Kraftlos öffne ich die Augen.
Was für ein Mensch!
Was für ein furchtbarer Mensch!
Er opfert mich auf dem Altar der Selbstsucht.
Profilierungssucht.
Wer bin ich schon in seiner Rechnung?
Ein Nichts.
Ein Niemand…
Bedeutungslos…
Egal was ich brauche.
Egal wie sehr ich seine Hilfe brauche.
Und nicht seine Gleichgültigkeit…
Meine Bedürfnisse sind für ihn uninteressant.
Mein Kopf beginnt zu toben…
Ich spüre den Puls in den Schläfen.
Er tobt.
Jeder Herzschlag ein Stich.
Jeder Gedanke ein Messer.
Und mein Bauch birgt ein Meer an Schmerzen.
Unerträglich aber die Gedanken.
Die wie Wellen mein Gehirn durchwogen.
Ich hasse ihn.
Ich hasse ihn.
Ich will dass er leidet!
Ich schreie es.
Ich brülle es.
Fühle die Messer durch mein Gehirn zucken…
Eine Hand greift meine.
Ein Becher an meinem Mund.
Eine Tablette.
Und Wasser.
Ich schlucke mechanisch.
Die Ohnmacht umfängt mich…
Nein.
Sie fängt mich auf.
In sanften Armen.
Die Gedanken lösen sich auf…
Eine Ewigkeit später.
Licht dringt an meine Augen.
Ich fühle mich matt.
Aber die Schmerzen sind weg.
Mein Bauch ist ruhig.
Keine Messer mehr im Kopf.
Keine Gedanken wie Stiche.
Das Fieber hat mich verlassen.
Endlich…
Ich bin müde.
Aber ruhig.
Geheilt von der Krankheit.
Die mich peinigte.
Und der Hass auf ihn ist gegangen.
Mit ihr…
Vivienne/Feuerlilie
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