Es brennt in meiner Seele
Manchmal scheint das Leben berechenbar zu sein.
Ruhig und still.
Fast beschaulich.
Ein Jahr vielleicht.
Oder auch ein paar.
Man glaubt an die Menschen.
Man glaubt an was man tut.
Und man vertraut.
Der Wetterumschwung kommt gewiss.
Früher oder später.
Der Glaube geht verloren.
Das Vertrauen wird getäuscht.
Alles Illusion.
Selbstbetrug.
Die Menschen sind nie wie sie scheinen.
Und in meinem Leben sind sie immer schlechter.
Sehr viel schlechter als man hoffen darf…
Es regnet.
Und in meiner Seele brennt das Feuer.
Das Feuer von Hass und Wut.
Getäuscht.
Betrogen.
Ausgenutzt.
Die Tür ist zugefallen.
Ich werde sie nicht mehr öffnen.
Nie mehr.
Ich habe genug…
Nasse Strähnen fallen mir ins Gesicht.
Regen und Tränen mischen sich.
Aber ich würde nie zugeben, dass ich weine.
Man sollte die Menschen auf kein Podest stellen.
Ich glaubte es auch nicht getan zu haben.
Aber ich reize die Menschen wohl.
Sie können mich nicht respektieren.
Sie wollen mich nicht achten.
Sie heucheln Freundschaft.
Manchmal auch Liebe.
Zumindest aber Sympathie.
Alles zu einem Zweck.
Mich zu benutzen.
Und wenn ich aufbegehre.
Wenn ich mich wehre.
Wandelt sich Freundlichkeit zu Wut.
Denn ich darf mich nicht wehren…
Die Tür ist zugefallen.
Ich stehe auf dem Bahnhof.
Und warte auf den Zug.
Ich weiß nicht wann er kommt.
Ich weiß nicht wohin die Reise führt.
Aber ich werde mit ihm wegfahren…
Es regnet immer stärker.
Ich warte.
Ohne Schirm.
Ich spüre die Tropfen nicht mehr.
In meiner Seele brennt es.
Aus Wut und Enttäuschung.
Und aus tiefer Verachtung.
Ich möchte sie alle nicht wieder sehen…
Da!
Ein Signal in der Nacht.
Ein grelles Licht kommt auf mich zu.
Der Zug rollt in den Bahnhof…
Vivienne/Feuerlilie
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