Der Weg ist zu Ende
Ich starre zu Boden.
Vor mir nur mehr Steine.
Etwas Gras dazwischen.
Weiter vorne Sträucher.
Ich kann es nicht glauben.
Aber der Weg ist zu Ende.
Der Weg, der eben noch so gerade zu verlaufen schien.
Fast wie asphaltiert.
Ich stehe da.
Betreten.
Ratlos.
Und ich weiß nicht, was ich tun soll.
Weitergehen?
Aber in welche Richtung?
Finde ich wieder einen Weg?
Auf dem ich weitergehen kann?
Irgendwo?
Ich kauere mich auf den Boden.
Blicke mich Hilfe suchend um.
Angst packt mich…
Ich habe diesen Traum öfter.
Seit einiger Zeit.
Ich spüre die Angst körperlich.
Wenn ich mich nur an den Traum erinnere.
Und ich weiß genau.
Wie reell der Traum ist.
Ein Lebensabschnitt ist zu Ende gegangen.
Die Gleichförmigkeit vergangener Jahre.
Sie ist der Unsicherheit gewichen.
Und der Furcht.
Natürlich kann ich weitergehen.
Auch ohne Weg.
Die Richtung kann ich mir aussuchen.
Wo ich möchte.
Aber alles wird sich ändern.
Alles.
Ich habe meine Kraft verloren.
Unerwartet.
Ich will nicht mehr kämpfen.
Um das, was mir einmal etwas bedeutet hat.
Denn es hat sich als falsch erweisen.
Als Irrglaube.
Als Hoffnung auf eine Seifenblase…
Ich muss weitergehen.
Ich kann nicht ewig warten.
Dass es weitergehen wird.
Irgendwie.
Natürlich wird es das.
Aber bis dahin bin ich weiter.
Sehr viel weiter.
Und ganz woanders…
Ich weiß es genau.
Es quält mich seit Wochen.
Es raubt mir meinen Schlaf.
Und lässt mich oft verzweifeln…
Dennoch…
Alles andere führt mich an den Abgrund.
Mit Sicherheit…
Vivienne/Feuerlilie
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