Dann will ich meine Ruhe

Allein sein ist nicht einfach.
Nicht immer.
Manchmal kann es lähmen.
Manchmal kann es Angst machen.
Will ich noch eine Beziehung?
Kann ich noch einmal lieben?
Was ist wirklich gut für mich?
Ich weiß es nicht.
Zumindest nicht sicher.
Und ich will nicht darüber nachdenken.
Allein sein.
Geschenk und Heimsuchung.
In Personalunion…

Aber eines weiß ich genau.
Wenn ich von der Arbeit komme.
An manchen Tagen.
Wenn mein Kopf raucht.
Oder Frust mich lähmt.
Wenn Misserfolg an meinen Kräften nagt…
Dann will ich meine Ruhe.
Hier bei mir.
Allein.
Eine Tasse Kaffee.
Ein wenig leise Musik.
Und ein paar brennende Kerzen.
Dazu die Lichter der Stadt.
Dann brauche ich nur mich.
Und ein paar Decken auf der Couch.
Ein Kissen.
Die Augen schließen.
Entspannen.
Die Tür schließen.
Zwischen der Welt da draußen.
Und meinem Refugium.
Bastion der Sicherheit.
Zufluchtsort…

Dann weiß ich genau.
Allein ist nicht schlecht.
Denn ich möchte manchmal nicht reden.
Einfach so.
Ich möchte nur träumen.
Und den Alltag hinter mir lassen…
Für ein paar Stunden.
Der Morgen kommt rasch genug…
Egal was die anderen sagen.
Egal was sie meinen.
Ich versauere nicht.
Nein.
Ich hole mir nur das was ich brauche.
Was mir zusteht.
Bisweilen.
Und dass ich es brauche.
So notwendig…
Weiß ich am besten…
Besser als alle anderen!
Ich brauche nur meine Ruhe!
Wie Medizin.
In gewissen Dosen.
Heilsam und so gut…

Wer will mir das verwehren?

Vivienne/Feuerlilie

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